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Smartphone, Smartphone in der Hand: Wer ist der Schönste im ganzen Land?

Im Märchen bekommt die Fragestellerin meist kein Happy End – wird es uns mit unseren geliebten Smartphones anders ergehen?

Vermutlich nicht. Ja, das Smartphone scheint wie für uns gemacht. Es ist praktisch, meist tatsächlich auch noch handlich und ermöglicht uns innerhalb von Sekunden mit Menschen auf der ganzen Welt zu kommunizieren oder uns blitzschnell wichtige Info-Häppchen zu besorgen. Das Beste ist allerdings: Wir müssen nicht mehr warten! Der Zug hat 5 Minuten Verspätung? Kein Problem: Smartphone raus und drauf gucken. Geht auch in jeder anderen Situation, die einen Hauch von Langeweile zu verströmen droht.

Das Smartphone fordert seinen Preis

Die Anzeichen verdichten sich allerdings, dass das Smartphone keineswegs nur ein Segen ist. Alle diese Vorteile haben auch so ihren Preis – und damit sind nicht mal die Euro-Kosten für die Anschaffung und den Erhalt (Strom, Providergebühren und Co.) gemeint. Was die konstante Strahlung unserer Smartphones tatsächlich für Auswirkungen auf uns und unser zukünftiges Leben hat, steht noch völlig in den Sternen. Das werden wir erst noch erfahren.

Was wir bereits wissen, ist Folgendes:

1.Das Smartphone eignet sich hervorragend als Suchtmittel.

2.Die eigene Denkfähigkeit nimmt nachweislich ab, weil sie einfach weniger gebraucht und genutzt wird. Google und Co. sind einfach schneller und effizienter.

Unsere Manieren und der gesellschaftliche Umgang im Allgemeinen verändern sich. Man kann sich ein freundliches “Hallo” für andere Passanten gut ersparen, wenn der Blick sich auf das Handy richten kann.

3. Schon jetzt wird von einem “Smartphone-Nacken” geschrieben. Lang, lang hat es gedauert, bis sich der Mensch die gesunde aufrechte Haltung im Laufe der Evolution erarbeitet hat. Das Smartphone führt nun ziemlich schnell zurück in die “Buckel-Zeit”.

4. Braucht es noch Studien darüber, ob das Smartphone die Produktivität im Beruf behindert? Eigentlich nicht, schließlich dürfte jedem klar sein, dass das Smartphone im Alltag massig Zeit frisst. Studien gibt es dennoch und sie belegen genau das, was der gesunde Menschenverstand bereits festgestellt hat.

Was kann man tun für ein Happy End?

Als Gesellschaft: Fast nichts. Ganz gleich, ob in der beruflichen Welt oder der Freizeit: Das Smartphone hat seinen Platz auf dem Thron unserer Zeit gesichert, da führt kein Weg mehr dran vorbei. Zu praktisch und komfortabel sind unsere kleinen Alltagsbegleiter.

Als Individuum: Wie bei allen wichtigen Dingen im Leben, haben wir selbst in der Hand, wie wir damit umgehen. Je weniger wir uns zum Smartphone-Sklaven machen lassen, desto besser. Man kann das Smartphone natürlich auch komplett meiden, insofern dadurch das eigene Leben nicht künstlich beschnitten wird – schließlich hat das Smartphone definitiv seine Vorteile. Aber in erster Linie wird entscheidend sein, wie bewusst wir mit dem Smartphone umgehen. Vielleicht lassen wir es ab und zu mal in der Tasche, statt griffbereit auf dem Tisch und erfreuen uns an der Natur und unseren Mitmenschen? Beides soll wohl auch positiv auf die geistige und körperliche Gesundheit wirken. Es wäre auf jeden Fall ein Happy End wert.

P.S. Es gibt bereits Studien darüber, dass auch die für uns oft unerträgliche Langeweile ein wichtigerer Prozess für unser Gesundbleiben ist, als wir bisher angenommen haben ...

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